Studienbeginn-ABC: Vom Auszug bis zur Zusage des Studienkredits

Puh, geschafft. Der Umzug liegt hinter dir, deine Studentenbude hat die Einweihungsparty heil überstanden, das Semester kann beginnen. Aber eine eigene Wohnung ist leider nicht alles: Nach dem Auszug bei Mama und Papa kommen noch weitere Ausgaben auf dich zu, die du nicht unterschätzen solltest. Das Gute daran: Für Studenten gibt es hier jede Menge Sparpotenziale. Deshalb haben wir für dich eine To-Do-Liste mit den wichtigsten ABCs für den Studienbeginn zusammengestellt, damit du deine Kosten möglichst niedrig halten kannst.

B wie Begrüßungsgeld

Vor zehn Jahren noch belächelt, hat sich das Begrüßungsgeld für Studienanfänger inzwischen in vielen Städten Deutschlands etabliert. Finanzschwache Kommunen kassieren für jeden neuen Einwohner bares Geld und haben daher ein großes Interesse daran, dass Zugezogene ihren Hauptwohnsitz im Studienort anmelden – so, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist. Dafür locken sie mit dem einmaligen Begrüßungsgeld, das manchmal auch den Namen Umzugsbeihilfe oder Zuzugsbonus trägt. Es liegt meist zwischen 50 und 150 €.

Ob du Begrüßungsgeld erhältst oder nicht, hängt davon ab, in welchem Ort und an welcher Hochschule du studierst. So profitieren beispielsweise Studierende in Dresden, Marburg und Berlin von der Maßnahme. In der Regel wirst du von der Uni bei der Immatrikulation auf das Begrüßungsgeld aufmerksam gemacht und mit dem entsprechenden Antrag ausgestattet. Lies dir dazu einfach die Anleitung, wie die Ummeldung des Wohnsitzes beim Einwohnermeldeamt funktioniert, durch. Um den Zuschuss zu kassieren, brauchst du zudem ein Inlandskonto.

D wie DSL-Studententarif

Viele Studenten verzichten inzwischen auf einen Festnetzanschluss – schließlich geht es ohne Handy sowieso nicht. Ein leistungsfähiger DSL-Anschluss ist allerdings alternativlos. Die Angebote für Studenten fallen dabei hinsichtlich des Preis-Leistungs-Verhältnisses sehr gut aus, beispielsweise der DSL-Young-50-Tarif von 1&1 für nur 14,99€ pro Monat. o2 wartet ebenfalls mit einem Young-Studententarif auf und schenkt dir dabei sowohl die Einrichtungsgebühr als auch 50€ Startguthaben. Zu guter Letzt sei noch die Telekom erwähnt, die mit MagentaZuhause spezielle Studentenpreise anbietet, beginnend bei 24,95€ pro Monat.

Nicht vergessen: WGs sind bezüglich des Internetanschlusses klar im Vorteil, denn sie können sich die Kosten einfach teilen. Hier sollte allerdings darauf geachtet werden, dass eine Anschlussgeschwindigkeit von mindestens 16 Mbit gewählt wird. Sonst ist das Surfen im Web so quälend langsam, dass es einfach keinen Spaß mehr macht (wobei es mittlerweile ohnehin kaum noch eine langsamere Verbindung unter 16 Mbit gibt).

Für weitere Vergleiche in puncto DSL kannst du die nützliche Suchmaske von Check24 verwenden und die Verfügbarkeit an deinem Wohnort prüfen.

F wie Finanzierung des Studiums

Um auch während dem Studium flüssig zu bleiben, solltest du dich über die Möglichkeiten, dein Studium zu finanzieren, informieren. Wir haben dazu einen sehr hilfreichen Artikel für dich, der dir vier Tipps zur Finanzierung vorstellt.

Stipendien

Falls du dich für ein Stipendium bewerben möchtest, solltest du dir diese drei Beiträge durchlesen:

G wie Girokonto eröffnen – nicht auf die lange Bank schieben!

Schon Notorious B.I.G. wusste: Mo’ money, mo’ problems. Als Student brauchst du ein Girokonto. Von irgendwoher musst du die Miete ja überweisen. Keine Panik: Wenn du es geschickt anstellst, zahlst du bei einem eigenen Konto nicht drauf, sondern kannst sogar noch ein bisschen was einstreichen. Alle wichtigen Infos rund ums Girokonto haben wir in einem aktuellen Überblick der besten Girokonto-Anbieter für dich zusammengestellt.

Du würdest außerdem gerne ins Trading einsteigen, schreckst aber vor den hohen Ordergebühren ab? Die Consorsbank bietet aktuell ein Young Trader Konto für Studenten mit hervorragenden Konditionen für den Einstieg in den Wertpapierhandel.

K wie Krankenversicherung

Ohne Krankenversicherung geht gar nichts, deshalb sollte diese ganz oben auf deiner To-Do-Liste für den Studienbeginn stehen. Ab 25 Jahren bist du dazu verpflichtet, dich selbstständig zu versichern und es gibt kaum einen günstigeren Anbieter als die BARMER, die Krankenversicherung für Studenten.

Auslandskrankenversicherung

Tritts du bald ein Auslandssemester an, lohnt sich eine Auslandsversicherung für Studenten auf jeden Fall. Die ERV und allmaxx halten dazu Sonderkonditionen bereit, dank denen du komplett abgesichert bist.

Zahnzusatzversicherung

Bei häufigen Zahnproblemen solltest du in Erwägung ziehen, eine private Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Die DKV bietet einen günstigen Tarif, den wir dir empfehlen möchten.

M wie Mobilfunk-Studententarife

Wer keinen Festnetzanschluss hat, kommt ohne Handy nicht aus – ach Quatsch, ohne Smartphone geht heutzutage im Allgemeinen doch gar nicht mehr! Als Student winken dir spezielle Mobilfunktarife, dank denen du einiges an Geld sparen kannst. Checke dazu unseren Vergleich der lukrativsten Mobilfunk-Studententarife.

N wie Notebook und dazugehöriges Equipment

Heutzutage ist ein Studium ohne Notebook nicht mehr realisierbar. Umso wichtiger ist es, dass du den passenden technischen Begleiter an deiner Seite hast, beispielsweise:

Nicht zu verachten sind außerdem:

R wie Rundfunkgebührenersparnis

Wenn der GEZ-Mann zweimal klingelt, kann es richtig ins Geld gehen: Ein Radio oder ein internetfähiges Gerät (ein Computer oder ein UMTS-Handy) kostet 5,76 € im Monat. Für einen Fernseher musst du sogar 17,98 € berappen. Das sind im Jahr stolze 215,76 €! Dabei spielt es keine Rolle, ob du tatsächlich öffentlich-rechtliche Sender nutzt – allein der Besitz der Geräte verpflichtet zur Zahlung. Immerhin kannst du die GEZ-Anmeldung inzwischen online vornehmen und so Porto sparen.

Lediglich Studenten, die BAföG erhalten, können realistisch auf eine Ermäßigung hoffen. Sollte das auf dich zutreffen, kannst du online einen Antrag zur Befreiung ausfüllen und den Ausdruck zusammen mit einer beglaubigten Kopie deines BAföG-Bescheides an die Gebühreneinzugszentrale schicken. Einfache Adresse: GEZ 50656 Köln. Die Befreiung von der Gebührenpflicht ist befristet und muss jedes Jahr neu beantragt werden. Du solltest damit nicht zu lange warten, denn eine rückwirkende Befreiung ist nicht möglich!

Übrigens: Du bist nicht verpflichtet, einen GEZ-Mitarbeiter in deine Wohnung zu lassen oder ihm gegenüber irgendwelche Angaben zu machen. Lass dich nicht einschüchtern! Auch wenn du an der Haustür lügst, kannst du dafür nicht belangt werden.

S wie Stromanbieter speziell für Studenten

Beim Einzug in eine neue Wohnung schließt du automatisch einen Vertrag mit dem lokalen Energieanbieter. Dabei handelt es sich um eine Grundversorgung mit einem eher teuren Tarif. Diesen kannst du mit einer Frist von einem Monat kündigen und dir einen neuen Stromanbieter suchen. Darauf solltest du bei deiner Wahl achten:

  • Seriöser Anbieter
  • Kurze Mindestvertragslaufzeit
  • Kurze Kündigungsfrist
  • Günstiger Grundpreis
  • Lange Preisgarantie gegen steigende Strompreise
  • Kein Strompaket
  • Keine Vorkasse
  • Kein Sonderabschlag
  • Evtl. Wechselbonus
  • Bei Ökostrom: gültiges Ökostrom-Siegel

Spezielle Tarife für Studenten findet man aktuell noch eher selten. Umso toller ist das Angebot von M4Energy, die einen Stromtarif mit Studentenrabatt offerieren und dir dazu gleich noch 100 kWh schenken. Nicht zu verachten ist außerdem Yellostrom, denn zum neu abgeschlossenen Plus-Vertrag gibt’s beispielsweise ein iPad Air 2, Samsung Galaxy Tab A oder Sony Xperia X Compact für nur 1€ obendrauf.

T wie TV-Anschluss

Auf seine liebsten TV-Programme und Serien kann ein Student natürlich nicht verzichten, deshalb darf auch der Fernsehanschluss im ABC zum Studienbeginn nicht fehlen. Wurdest du Opfer der DVB-T-Abschaltung, so winkt dir die Alternative DVB-T2 HD von freenet TV. Für chilliges Streaming mit über 70 Sendern, ganz ohne Receiver und lästige Kabel, empfiehlt sich Online-TV von TV SPIELFILM live, wo du dir derzeit ein Hammerangebot sichern kannst.

V wie Versicherungen für Studierende

Versicherungen – noch so ein unangenehmes Thema. Sie greifen, wenn etwas Schlimmes passiert, und wer möchte schon daran denken? Doch wenn man sie hat, passiert auch meistens nicht, deshalb lohnt sich der Abschluss allemal.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Solltest du aufgrund von Invalidität oder Krankheit deinen Beruf nicht mehr ausüben können, bekommst du dank abgeschlossener Berufsunfähigkeitsversicherung ein monatliches Gehalt, um deinen Lebensstandard zu halten. CosmosDirekt hält dabei einen günstigen Studententarif bereit, der aktuell bei 9,24€ pro Monat liegt.

Hausratversicherung

ERGO bietet dazu gleich zwei Varianten:

  • Hausratversicherung ab 1,99€ pro Monat: Sie ist jedoch nur wichtig, wenn du dich gerade teuer eingerichtet, dir etwa viele neue Möbel zugelegt hast. Wenn du im Wohnheim wohnst und nachweislich keinen eigenen Hausstand besitzt (z. B. keine eigene Küche), bist du über die Hausratversicherung deiner Eltern mitversichert.
  • Hausratversicherung inkl. Fahrradschutz ab 3,98€ pro Monat: Sehr nützlich, denn Fahrraddiebe verschonen wirklich keine Unistadt und es gibt wohl kaum etwas Nervigeres, als nach dem Seminar vor einem durchgeschnittenen Schloss zu stehen.
Mietrechtsschutz-Versicherung

Sie ist oft Teil eines größeren Rechtsschutz-Paketes und hilft z. B. bei ungerechtfertigten Mieterhöhungen oder Kündigungen. Dein Partner in Crime, den wir dir dafür empfehlen wollen, ist der D.A.S. Rechtsschutz der ERGO. Allerdings beinhaltet das Studentenleben meist sowieso viele Wohnortwechsel. Ein an die Substanz gehender Rechtsstreit ist zudem nicht jedermanns Sache. Das macht den Mietrechtsschutz für Studenten eher optional.

Hausrat- und Rechtsschutz-Versicherung sind für Studenten also mehr oder weniger verzichtbar. Investiere lieber in eine gute Privathaftpflicht – die ist auch für Studenten ein absolutes Muss!

W wie Waschen

Ob WG oder eigene Wohnung: Seine Wäsche im Alleingang zu waschen ist der Inbegriff von Selbständigkeit und Abnabelung vom Elternhaus. Eine eigene Waschmaschine ist nicht billig und ein Luxus, den sich nicht jeder Student leisten kann. Also: Ab in den Waschsalon! Wenn du in einer größeren Stadt wohnst, solltest du keine Probleme haben, einen Salon in deiner Nähe zu finden. Einmal Waschen und Trocknen kostet etwa zwischen 2 und 5 €.

So sparst du als Student richtig – mit dem ABC zum Studienbeginn

Wer nicht mehr bei den Eltern wohnt, hat also jede Menge Möglichkeiten, bares Geld zu sparen. Über den Daumen gepeilt gilt: Die Miete für die erste eigene Wohnung sollte nicht mehr als ein Drittel deines Einkommens betragen. Dann reicht der Rest noch zum Leben. Und wenn das Geld während des Studiums trotzdem knapp ist, kannst du dich damit trösten, dass du jetzt etwas fürs Leben lernst – die Fähigkeit, klug zu wirtschaften, wird sich immer auszahlen!