Der ultimative Support für die Bewerbung

Wer während seiner Bewerbungsphase scheitert, für den ist dennoch Rettung in Sicht. Gastautor Thomas Bähren ist dein Leuchtturm im Sturm und in der Dunkelheit:

Du befindest dich in den finalen Zügen deines Studiums, die letzten Prüfungen warten, die Abschlussarbeit ist fast fertig - eine stressige Zeit, aber das Ziel "Studienabschluss" ist greifbar nah. Vielleicht hast du aber auch schon die Abschlussfeier hinter oder das ganze Prüfungsprozedere noch vor dir - so oder so warten danach schon die nächsten Herausforderungen auf dich: der Berufseinstieg und damit der gesamte Prozess der Stellensuche und Bewerbung.

Aus meinem Beratungsalltag kenne ich die Sorgen und Nöte vieler Studenten und Absolventen in dieser Situation, aber auch die Fehler, die bei Jobsuche und Bewerbungen häufig gemacht werden. Darauf möchte ich im Folgenden etwas näher eingehen.

Stellensuche

Die Stellenrecherche:

Deine wichtigste Aufgabe in dieser Phase ist eine gründliche sowie intensive Suche nach passenden Stellen und Unternehmen. Wichtig ist dabei, genau zu betrachten, welche Anforderungen ein Unternehmen stellt. Wird "mehrjährige Berufspraxis" oder "fundierte Projekterfahrung" verlangt, ist vom Bewerber genau abzuwägen, ob eine Bewerbung Chancen hat. Dazu sollte man einerseits im Hinterkopf haben, dass Stellenangebote vor allem auch Wunschvorstellungen der Unternehmen ausdrücken, andererseits aber die genannten Anforderungen nicht ohne Bedacht dort platziert werden. Lass dich von den Voraussetzungen zum einen nicht abschrecken, aber schätze zum anderen auch realistisch ein, ob du die wichtigsten Anforderungen wirklich erfüllst. Was sich Personaler von Bewerbern erhoffen, kannst du ebenfalls bei uns nachlesen.

Die Absolventenstellen:

Konzentriere dich daher vor allem auf die Stellen, die sich speziell an Absolventen richten. Auch hier gilt: mache zunächst einen Abgleich der Anforderungen und der eigenen Qualifikationen, um zu sehen, ob sich eine Bewerbung lohnt. Mache dir zu jeder Anforderung, insbesondere zu den "hard skills", den Fakten, Notizen, inwieweit du den dort genannten Vorstellungen tatsächlich entsprichst. Denn mit diesen Notizen erarbeitest du auch schon die wichtigsten Argumente, die du für die schriftliche Bewerbung benötigst.

Die Firmenwahl:

Viele möchten gerne groß einsteigen, bei VW, Daimler oder Bayer - große internationale Konzerne mit besten Perspektiven. Entsprechend groß ist die Zahl der Bewerber, entsprechend hoch sind die Anforderungen der Konzerne. Überlege daher, welche Alternativen noch in Frage kommen. Willst du beispielsweise gerne in die Automobilbranche, ist vielleicht der Einstieg bei einem etwas kleineren Zulieferer zunächst auch eine Alternative.

Der Bewerbungszeitpunkt:

Auch der Zeitpunkt der Bewerbung spielt eine Rolle. Generell gilt: Je eher desto besser. Nicht umsonst schreiben gerade die großen Unternehmen, dass man sich ein halbes Jahr vor dem gewünschten Praktikum oder Traineeprogramm bewerben sollte. Deswegen starte rechtzeitig mit deiner Recherche, denn die Jobsuche kann sich manchmal länger hinziehen, als einem lieb ist.

Bewerbungsschreiben

Viele Tücken lauern bei der Erstellung der schriftlichen Bewerbungsunterlagen. Dieses Thema ist so umfassend, dass ich hier nur auf die wesentlichsten Punkte eingehen werde:

Der Einstieg:

Langweile den Personaler nicht mit Sätzen, die besagen, dass du dich mit großem Interesse bewirbst oder die Stellenanzeige irgendwo gelesen hast. Komme direkt zur Sache, denn der Personaler hat wenig Zeit und möchte so schnell wie möglich die wesentlichen Informationen über dich erhalten. Nenne deshalb im ersten Absatz deinen (zukünftigen) Abschluss, idealerweise ergänzt durch den Hinweis auf eine gute Abschlussnote, relevante Studienschwerpunkte und wesentliche Praxiserfahrungen, die für die Stelle von Bedeutung sind.

Bleibe konkret:

Im Anschluss kannst du diese kurzen Informationen, die dazu dienen, beim Personaler Interesse am Weiterlesen zu wecken, näher vertiefen. Schildere am besten zunächst deine relevanten praktischen Erfahrungen. Gehe dabei konkret auf deine Aufgaben ein, ebenso auch auf möglicherweise erreichte Arbeitsergebnisse. Solltest du nur wenig Praxiserfahrung gesammelt haben, versuche Praxisprojekte und praxisorientierte Übungen aus dem Studium herauszustellen. Auch hier ist es wichtig, die damit verbundenen Aufgaben und Resultate deiner Arbeit konkret darzustellen.

Die Studienkenntnisse und zusätzliche Qualifikationen:

Weiterhin kannst du wichtige Kenntnisse aus dem Studium, einzelne Studienfächer, erlernte Verfahren und Methoden kurz beschreiben. Falls zusätzliche Qualifikationen verlangt werden, beispielsweise Sprach- oder IT-Kenntnisse oder Auslandsaufenthalte, solltest du ebenfalls darauf eingehen. Vermeide aber langatmige Darstellungen deiner Abschlussarbeit. Falls diese von Relevanz für die ausgeschriebene Stelle ist, ist es auch hier ratsam, wesentliche Eckpunkte und Erkenntnisse kurz und knapp zu schildern.

Die persönlichen Stärken:

Im Idealfall lassen sich persönliche Stärken aus der geschilderten Berufspraxis ableiten. Vermeide aber nichtssagende Aufzählungen, die man immer wieder liest ("Ich bin teamfähig, kommunikativ und flexibel"). Wer beispielsweise gut organisieren kann, sollte dies im Kontext der Praxiserfahrungen (was habe ich organisiert?, was für ein Ergebnis habe ich dabei erzielt?) deutlich machen. Ebenso ist es möglich, zwei bis drei ausgeprägte Stärken als Feedbacks von Vorgesetzten oder Professoren wiederzugeben. Falls du mit ehrenamtlichem Engagement punkten kannst, ist dies ein möglicher weiterer Aspekt, der ins Anschreiben aufgenommen werden kann.

Das Unternehmen:

Gibt es einen besonderen Grund, warum du dich bei einem bestimmten Unternehmen bewirbst? Versuche kurz und bündig darzulegen, was dich an dem Unternehmen, an den Produkten, Technologien, Dienstleistungen oder Geschäftsbereichen besonders überzeugt hat. Damit dies ansprechend gelingt, ist es notwendig, sich vorab genau mit dem Unternehmen und der angestrebten Aufgabe auseinanderzusetzen.

Es kommt natürlich immer auf den Einzelfall an, was du einem zukünftigen Arbeitgeber bieten kannst. Die oben genannten Aspekte können auch ineinander verschmelzen und sollten nicht Punkt für Punkt abgearbeitet werden. Wichtig ist, dass das gesamte Schreiben "rund" wirkt und in der Länge nicht ausufert. In der Regel kommst du dabei mit ca. 20 Zeilen Text hin.

Lebenslauf

Die Aussagekraft:

Der Lebenslauf wird von vielen Bewerbern oft sehr stiefmütterlich behandelt. Ein paar Daten und Zahlen, die aussagen, was du wann und wo gemacht hast, reichen aber nicht aus. Neben diesen grundsätzlichen Informationen enthält der Lebenslauf auch wichtige Informationen, um eine möglichst hohe Aussagekraft zu erzielen. Außerdem kannst du mit dem Lebenslauf das Anschreiben entlasten. Das heißt, dass der Lebenslauf Platz bietet, zum Studium und zu praktischen Tätigkeiten einige Stichpunkte aufzuführen, die Auskunft über Aufgaben, Schwerpunkte, Projekte, Noten oder sonstige erwähnenswerte Leistungen geben. Lies dir dazu auch unsere Tipps für eine gute Bewerbung durch.

Der Aufbau:

Auch die Reihenfolge und Anordnung der einzelnen Bestandteile ist wichtig. Überlege, welche Informationen für den Leser die wichtigsten sind und stelle diese entsprechend an eine exponierte Position des Lebenslaufes. Kannst du zudem weitere Blöcke des Lebenslaufes zusammenfassen, etwa Berufs- und Schulausbildung, dient dies ebenso der Übersichtlichkeit und einem strukturierten Aufbau.

Die Zusatzqualifikationen:

Nenne auch weitere Qualifikationen, wie Sprach- und IT-Kenntnisse mit realistischer Einschätzung deines Kenntnisstandes. Ebenso gehören Informationen zu Ehrenämtern oder sonstigem universitären oder außeruniversitären Engagement in den Lebenslauf. Auch die Angabe eines Führerscheins ist bei vielen Stellen wichtig.

von Gastautor Thomas Bähren

Über den Autor

Thomas Bähren ist seit 1999 in der Bewerbungsberatung tätig. Seit 2006 ist er Inhaber eines Bewerbungsservices. Bähren erstellt für seine Kunden professionelle Bewerbungsunterlagen - individuell und aussagekräftig. Im Laufe seiner Tätigkeit hat er ca. 3000 Kunden (Fach- und Führungskräfte, Studenten, Absolventen und Schüler) erfolgreich betreut.

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