Studieren Ohne Grenzen - Testimonials
Stipendiaten berichten...
| Furaha HERADY TOSHA Furaha möchte später eine Hühnerfarm gründen und studiert deshalb mithilfe eines Stipendiums von „Studieren Ohne Grenzen“ ländliche Entwicklung. Die Expertise die sie hierfür braucht und im Studium erwirbt, gibt sie schon jetzt in ihrer Freiwilligenarbeit weiter. Jede Woche trifft sie sich mit einer Gruppe von Frauen, um ihnen die Grundlagen der Hühnerzucht zu erläutern. Die Frauen sollen lernen, sich selbst zu versorgen und eine gesicherte Existenz aufbauen zu können. Diese wirtschaftliche Unabhängigkeit ist nicht Furahas einziges Ziel: In den wöchentlichen Sitzungen legt sie ebenfalls großen Wert darauf, den Frauen die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung für ihre Söhne und Töchter zu zeigen. Unterernährung und Proteinmangel sind keine Seltenheit bei den Kindern in Kindu und der Umgebung. So hat Furahas Plan, eine Hühnerzucht aufzubauen, nicht nur wirtschaftliche, sondern auch gesundheitliche Bedeutung. | ![]() |
| Stive KISANGANI KATUMBI Jugendliche für die Entwicklungsarbeit zu motivieren und zu rekrutieren und mit ihnen zusammen das Land vorwärts zu bringen ist Kisanganis Vision. Durch sein Studium von Entwicklungspolitik und Projektmanagement eignet er sich hierfür unabdingbare Qualifikationen an. Neben im engeren Sinne fachbezogenen Kursen wie Projektplanung und –realisierung belegt er auch Veranstaltungen in fachfremderen, aber für seine Ziele äußerst wichtigen Bereichen wie Französisch und Zivilrecht. Das Studium ist jedoch nicht rein theoretisch angelegt: In wöchentlichem Rhythmus fährt Kisangani mit seinen Kommilitonen in umliegende Dörfer, um Brunnen zu bauen oder die Bewohner ganz allgemein mit technischen Ratschlägen zu unterstützen. Darüber hinaus geht auch seine Freiwilligenarbeit schon in die Richtung seines Projektes für die Zeit nach dem Studium. Seit Frühjahr 2008 leitete er das Projekt „La Mobilisation des jeunes pour le développement“ (Mobilisierung von Jugendlichen für die Entwicklung). Ca. 20 Jugendliche führten gemeinsam mit Kisangani Instandhaltungsarbeiten an der „Avenue Mobutu“ durch. Auf dieser Straße hatte sich das Wasser gestaut und war nicht mehr abgeflossen. Kisangani und seine Gruppe befreiten die Straße vom Wasser und installierten ein Abflusssystem, um ähnliche Probleme künftig zu vermeiden. Ähnliche Arbeiten will er nun an anderen Straßen durchführen und sich danach um die Brunnen des Stadtviertels kümmern. | ![]() |
| Eliza ANDJELA OSEKANI Das Projekt, mit dem die Medizinstudentin Eliza zur Entwicklung ihres Landes beitragen will, zielt auf die Verbesserung des Zugangs zu medizinischer Versorgung in ihrer Provinz ab. Eine besonders gravierende Folge der Verschlechterung der medizinischen Versorgung in der Region ist die Verbreitung von HIV/Aids. Als Folge gibt es immer mehr Waisenkinder, die allein zurückbleiben. Eliza will sich auf die lokale Ebene konzentrieren, d.h. auf die Region Maniema, da hier der Zugang zu medizinischer Versorgung besonders unzureichend ist. Während ihrer Freiwilligenarbeit bringt Eliza 30 vernachlässigten und auf der Straße lebenden Kindern von 8 bis13 Jahren aus Kindu Hygiene-Grundregeln bei. Dazu trifft sie diese zweimal die Woche und erklärt den Kindern, was zur Körperhygiene gehört, wie man Wasser aufbereiten kann und was bei der Hygiene im Haus sowie bei Sanitäranlagen zu beachten ist. | ![]() |
| Legény NUMBI SHAKA Legény will langfristig am Aufbau des Rechtsstaates im Kongo mitwirken. Aus diesem Grund hat er sich für das Studienfach Jura entschieden. Neben rechtswissenschaftlichen Fächern besucht er auch Veranstaltungen in Politik, Öffentliche Finanzen, Informatik, Englisch und Wirtschaftspolitik. Als Freiwilligenarbeit hat Legény ein Kinder- und Jugendparlament gegründet. Es gibt fünf Kommissionen, deren Mitglieder gewählt werden: Gerechtigkeit und Frieden; Gesundheit und Vorsorge; Erziehung und Bildung; Sport, Freizeit und Kultur; Infrastruktur. Mit UNICEF haben die vereinigten Parlamente ein Partnerschaftsabkommen bis 2012 abgeschlossen. An dem Projekt nehmen über 150 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren teil, die aus allen sozialen Schichten und verschiedensten familiären Hintergründen stammen. Legény berichtet von Erfolgen wie der Wiedereingliederung mehrerer Straßenkinder in ihre Familien, der Vermittlung von Schulplätzen an zehn Kinder, sowie der Teilnahme am Kindertag der Medien. Bereits vor seiner Aufnahme in das Stipendienprogramm von Studieren Ohne Grenzen hatte Legény mit einer Vielzahl von Organisationen kooperiert, beispielsweise mit den örtlichen Gesundheits- und Schulbehörden, den Medien und der „Association de Santé Familiale“. | ![]() |
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Tarik - Wirtschaftswissenschaften - Universität Bremengeschrieben am 10.12.2009 - Bewertung:Großartige Initiative. Ich war selber 2 Jahre in Afrika studiert und bin überzeugt, dass vielmehr persönliches Engagement vor Ort als Geld in die Entwicklungshilfe gesteckt werden muss. Nur so lässt sich in den entwickelten Ländern ein praktisches Verständnis über die Probleme entwickeln. Dazu sind aber auch motivierte und ausgebildete Leute vor notwendig, wie die vorgestellten Personen.
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