Angst vor dem Bewerbungsgespräch
Kurz vorm Bewerbungsgespräch weiche Knie?
Hitzewallungen, kalte Hände, zittrige Knie - so oder so ähnlich fühlt es sich an, wenn du kurz vorm Bewerbungsgespräch stehst? Damit du dem Chef nicht ganz ahnungslos in die Arme rennst, gibt dir Karrierecoach Kanzler wichtige Tipps mit auf den Weg.
Der ultimative Weg, all das zu vermeiden, was in der Ankündigung dieses neuen Newsletter steht: Sie bewerben sich einfach nicht und vermeiden so alle Vorstellungsgespräche und die damit verbundenen Aufregungen und Ängste. Allerdings gibt es dann auch keinen Job. Aber man kann ja nicht alles haben, nicht? Kein wirklich guter Vorschlag? Na gut, dann jetzt ernsthaft....
Ein weites Feld ist dieses Thema – und unmöglich in einem einzigen Newsletterbeitrag auch nur halbwegs vollständig abzuarbeiten. Es umfasst rechtliche Aspekte (Was darf der Bewerber gefragt werden und welche Fragen sind unzulässig?), inhaltliche Fragestellungen (Fragen der Qualifikation für den neuen Job), verkäuferische Überlegungen (Wie bringe ich mich optimal im Gespräch zur Geltung?)...um nur einige Aspekte zu nennen. Wir werden uns hier also beschränken müssen....
Sie halten also eine Einladung in den Hände und wissen nicht so genau, ob Sie sich jetzt freuen oder eher nervös sein sollen. Die gute Nachricht mit dem Impuls „Freuen!“: Mit einer Einladung zum Gespräch signalisiert man, dass man Ihnen nach Ihrer Papierform erst mal prinzipiell zutraut, die Stelle auszufüllen. Die schlechte Nachricht - und die Meldung „Nervös werden!“: Ein Vorstellungsgespräch ist nur der Anfang eines Entscheidungsprozesses und kann deshalb kein nettes und unverbindliches Plauschchen mit Kaffee und Kaltgetränk sein.
Machen wir uns also bewusst, worum es geht: Das Unternehmen will eine Stelle besetzen mit der passenden Person. Der Zeitaufwand muss aus Kostengründen im Rahmen bleiben, man will von Seiten der Firma Informationen aller Art, die eine kompetente und möglichst richtige Entscheidung erlauben. Man will also etwas von Ihnen wissen, die Wahrheit, keine schön verputzte Fassade. Ein Bewerbungsgespräch ist also wesentlich mehr, als das Abhaken des tabellarischen Lebenslaufes. Die dahinter liegenden Fragen lauten: Mensch, wer bist Du, wie siehst Du Dich selbst, was kannst Du und wo willst Du hin!!! Und genau darauf gilt es sich vorzubereiten. Vorher!!! Nicht in dem Augenblick erst drüber nachdenken, wenn Sie dem Interviewer gegenüber sitzen und der das Gespräch eröffnet!
Man wird versuchen, Sie zu überraschen, aus der Reserve zu locken, mal freundlich, mal direkt, mal eher durch vieldeutige Fragen, vielleicht auch provokativ oder gar aggressiv. Je besser dotiert der Job, je mehr Entwicklungsmöglichkeiten er bietet, je deutlicher Sie sich als „HighPotential“ verkaufen wollen, umso wichtiger ist es fürs Unternehmen, den wirklich passenden Kandidaten herauszufiltern. Und das kann bedeuten, dass es stressiger wird für Sie.
Aber auch für den „normalen“ Stellensuchenden gilt es zuzuhören – und das ist eigentlich die zentrale Fähigkeit, die Sie brauchen. Zuhören heißt einmal verstehen, was der Frager wirklich meint. Wir kennen alle das Sender – Empfänger – Problem.... Wenn etwas unklar ist, fragen Sie nach, bevor Sie an der Frage vorbei argumentieren.
Weiterhin sollten Sie aber auch verstehen, welche Absicht hinter Fragen steckt. Was genau will man von Ihnen sehen? Welche Potentiale erkunden? Welche Social Skills sichtbar machen? Sind Sie jemand, der sich leicht ins Bockshorn jagen lässt? Reagieren Sie pampig oder haben Sie immer und überall Manieren? Wie leicht sind Sie zu verunsichern? Haben Sie (angemessenen!) Humor? Wie verhalten Sie sich, wenn Lücken offenbar werden? Überschätzen Sie sich eher? Oder sind Sie zu bescheiden und haben kein Bewusstsein für Ihr Können? Kurz: was für ein Mensch sind Sie? Mit all seinen fachlichen und persönlichen Stärken und Schwächen. Denn Schwächen darf man natürlich haben, man darf auch nervös sein....alles menschlich und akzeptiert, vor allem, wenn der zukünftige Chef weiß, dass er einen Berufsanfänger vor sich hat. Und es beruhigt Sie sicher, sich bewusst zu machen, dass Personaler, Recruiter und Vorgesetzte sich nicht grundsätzlich garstig betragen gegenüber dem Bewerber. Das gibt es, sicher, ebenso wie unhöfliche und unvorbereitete Bewerber...
Wie kommt man zu Gelassenheit und Authentizität? Indem Sie sich vorbereiten! Sie lesen, was Sie über das Unternehmen finden, nicht nur die eigene Website, auch Artikel in der Presse. Sie informieren sich über die Produkte, über die Aufgabe, auf die Sie sich bewerben. Außerdem: Sie machen eine ungeschminkte „gnadenlose“ Bestandsaufnahme über sich selbst. Mit Feedback von Personen aus allen Altersstufen, denn Ihre zukünftigen Chefs sind in der Regel älter als Sie, könnten oft auch Ihre Eltern sein. Denn dann kann keine Frage mehr Sie wirklich überraschen.
Ach ja, und dann noch eine weitere Möglichkeit, ein Vorstellungsgespräch erfolgreich zu überstehen - hier klicken
Aber die will wirklich gut vorbereitet sein... ;-)
Viel Erfolg!
Ihre Sabine Kanzler
Im Rahmen unserer Workshopreihe Ready for Business wird das Thema Bewerbung und Bewerbungsgespräch in einem eigenen Workshop behandelt. Zu Ready for Business kannst du dich hier anmelden (wird an mehreren Standorten in Deutschland angeboten).
Sicherheit erhältst du natürlich auch beim kostenlosen Assessment-Center-Training, das allmaxx in Zusammenarbeit mit der BARMER GEK anbietet. Hier kannst du in praktischen Übungen den Umgang mit Problemen trainieren und damit eine bessere Selbsteinschätzung persönlicher und sozialer Kompetenzen (soft skills) und mehr Selbstsicherheit erlangen. Zum kostenlosen AC-Training kannst du dich hier anmelden.
Der ultimative Weg, all das zu vermeiden, was in der Ankündigung dieses neuen Newsletter steht: Sie bewerben sich einfach nicht und vermeiden so alle Vorstellungsgespräche und die damit verbundenen Aufregungen und Ängste. Allerdings gibt es dann auch keinen Job. Aber man kann ja nicht alles haben, nicht? Kein wirklich guter Vorschlag? Na gut, dann jetzt ernsthaft....
Ein weites Feld ist dieses Thema – und unmöglich in einem einzigen Newsletterbeitrag auch nur halbwegs vollständig abzuarbeiten. Es umfasst rechtliche Aspekte (Was darf der Bewerber gefragt werden und welche Fragen sind unzulässig?), inhaltliche Fragestellungen (Fragen der Qualifikation für den neuen Job), verkäuferische Überlegungen (Wie bringe ich mich optimal im Gespräch zur Geltung?)...um nur einige Aspekte zu nennen. Wir werden uns hier also beschränken müssen....
Sie halten also eine Einladung in den Hände und wissen nicht so genau, ob Sie sich jetzt freuen oder eher nervös sein sollen. Die gute Nachricht mit dem Impuls „Freuen!“: Mit einer Einladung zum Gespräch signalisiert man, dass man Ihnen nach Ihrer Papierform erst mal prinzipiell zutraut, die Stelle auszufüllen. Die schlechte Nachricht - und die Meldung „Nervös werden!“: Ein Vorstellungsgespräch ist nur der Anfang eines Entscheidungsprozesses und kann deshalb kein nettes und unverbindliches Plauschchen mit Kaffee und Kaltgetränk sein.
Machen wir uns also bewusst, worum es geht: Das Unternehmen will eine Stelle besetzen mit der passenden Person. Der Zeitaufwand muss aus Kostengründen im Rahmen bleiben, man will von Seiten der Firma Informationen aller Art, die eine kompetente und möglichst richtige Entscheidung erlauben. Man will also etwas von Ihnen wissen, die Wahrheit, keine schön verputzte Fassade. Ein Bewerbungsgespräch ist also wesentlich mehr, als das Abhaken des tabellarischen Lebenslaufes. Die dahinter liegenden Fragen lauten: Mensch, wer bist Du, wie siehst Du Dich selbst, was kannst Du und wo willst Du hin!!! Und genau darauf gilt es sich vorzubereiten. Vorher!!! Nicht in dem Augenblick erst drüber nachdenken, wenn Sie dem Interviewer gegenüber sitzen und der das Gespräch eröffnet!
Man wird versuchen, Sie zu überraschen, aus der Reserve zu locken, mal freundlich, mal direkt, mal eher durch vieldeutige Fragen, vielleicht auch provokativ oder gar aggressiv. Je besser dotiert der Job, je mehr Entwicklungsmöglichkeiten er bietet, je deutlicher Sie sich als „HighPotential“ verkaufen wollen, umso wichtiger ist es fürs Unternehmen, den wirklich passenden Kandidaten herauszufiltern. Und das kann bedeuten, dass es stressiger wird für Sie.
Aber auch für den „normalen“ Stellensuchenden gilt es zuzuhören – und das ist eigentlich die zentrale Fähigkeit, die Sie brauchen. Zuhören heißt einmal verstehen, was der Frager wirklich meint. Wir kennen alle das Sender – Empfänger – Problem.... Wenn etwas unklar ist, fragen Sie nach, bevor Sie an der Frage vorbei argumentieren.
Weiterhin sollten Sie aber auch verstehen, welche Absicht hinter Fragen steckt. Was genau will man von Ihnen sehen? Welche Potentiale erkunden? Welche Social Skills sichtbar machen? Sind Sie jemand, der sich leicht ins Bockshorn jagen lässt? Reagieren Sie pampig oder haben Sie immer und überall Manieren? Wie leicht sind Sie zu verunsichern? Haben Sie (angemessenen!) Humor? Wie verhalten Sie sich, wenn Lücken offenbar werden? Überschätzen Sie sich eher? Oder sind Sie zu bescheiden und haben kein Bewusstsein für Ihr Können? Kurz: was für ein Mensch sind Sie? Mit all seinen fachlichen und persönlichen Stärken und Schwächen. Denn Schwächen darf man natürlich haben, man darf auch nervös sein....alles menschlich und akzeptiert, vor allem, wenn der zukünftige Chef weiß, dass er einen Berufsanfänger vor sich hat. Und es beruhigt Sie sicher, sich bewusst zu machen, dass Personaler, Recruiter und Vorgesetzte sich nicht grundsätzlich garstig betragen gegenüber dem Bewerber. Das gibt es, sicher, ebenso wie unhöfliche und unvorbereitete Bewerber...
Wie kommt man zu Gelassenheit und Authentizität? Indem Sie sich vorbereiten! Sie lesen, was Sie über das Unternehmen finden, nicht nur die eigene Website, auch Artikel in der Presse. Sie informieren sich über die Produkte, über die Aufgabe, auf die Sie sich bewerben. Außerdem: Sie machen eine ungeschminkte „gnadenlose“ Bestandsaufnahme über sich selbst. Mit Feedback von Personen aus allen Altersstufen, denn Ihre zukünftigen Chefs sind in der Regel älter als Sie, könnten oft auch Ihre Eltern sein. Denn dann kann keine Frage mehr Sie wirklich überraschen.
Ach ja, und dann noch eine weitere Möglichkeit, ein Vorstellungsgespräch erfolgreich zu überstehen - hier klicken
Aber die will wirklich gut vorbereitet sein... ;-)
Viel Erfolg!
Ihre Sabine Kanzler
Im Rahmen unserer Workshopreihe Ready for Business wird das Thema Bewerbung und Bewerbungsgespräch in einem eigenen Workshop behandelt. Zu Ready for Business kannst du dich hier anmelden (wird an mehreren Standorten in Deutschland angeboten).
Sicherheit erhältst du natürlich auch beim kostenlosen Assessment-Center-Training, das allmaxx in Zusammenarbeit mit der BARMER GEK anbietet. Hier kannst du in praktischen Übungen den Umgang mit Problemen trainieren und damit eine bessere Selbsteinschätzung persönlicher und sozialer Kompetenzen (soft skills) und mehr Selbstsicherheit erlangen. Zum kostenlosen AC-Training kannst du dich hier anmelden.
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