Bewerbungsdresscode
Welche Kleidung beim Vorstellungsgespräch?
Karrierecoach Sabine Kanzler gibt die Antwort:
Frauen haben es ja nicht so oft leichter im Berufsleben wie ihre männlichen Kollegen, aber bei der Bekleidungsfrage für Vorstellungsgespräch ist das einfach so. Rock oder Hose, dazu eine Bluse oder ein edles, dezent (!) ausgeschnittenes Top, Blazer drüber...das geht eigentlich immer. Man ist weder under- noch overdressed damit (beides gleichermaßen unpassend) und ist damit nie richtig verkehrt. Schick dürfen Sie sein, auch weiblich. Bloß kein Weibchen! Sie wollen doch wegen Ihrer Kompetenz eingestellt werden, oder? Im Zweifelsfall also eher klassisch schlicht... Damit hätten wir die Frage für Bewerberinnen eigentlich fast schon erschöpfend beantwortet.
Anders beim Mann – und deswegen lege ich den Schwerpunkt auf die männlichen Bekleidungssorgen. Jungs, die mit Vätern aufwachsen, bei denen „Anzug im Job“ zum erlebten Alltag gehört, haben es leichter. Die entwickeln nämlich durch tägliche Anschauung ein Gespür dafür, was wo sein muss, was angemessen ist und was gar nicht geht.
Grundsätzlich gilt, dass der Kandidat zum Job passen soll. Ob jemand passt, ob jemand verstanden hat, wie Branche und Unternehmen ticken, das erkennt man auch daran, wie er (oder sie) angezogen ist. Dass Sie inhaltlich passen könnten, das hat man Ihnen ja schon durch die Einladung zum Gespräch signalisiert.
Je konservativer die Branche, je anspruchsvoller die Stellenausschreibung, je höher das erwartete Gehalt, umso formvollendeter sollte Ihr Auftritt in Sachen Bekleidung sein: meistens also ein dunkler Anzug (wenn Sie sich nicht gerade auf einen Werkstudentenjob in der Produktion bewerben), ggf. auch eine Kombination. Ein helles Hemd, am besten uni, dann gibt es keine Musterkonfusion mit der Krawatte. Ein bisschen konservativer ist sicherer als edles italienisches Leinen. Das sieht in den meisten Fällen nicht lässig, sondern bloß verknittert aus. Wenn dann noch Figur und Körperhaltung nicht stimmen...
Zur klassischen Männerbekleidung halten sich hartnäckige Gerüchte. Eines davon: Wer Krawatte trägt, der schneidet sich, quasi durch Dauerstrangulation, die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn ab. Nun, wenn die Kragengröße des Hemdes richtig gewählt ist und Sie Krawatten binden können...wo ist dann das Problem? Den Knoten einfach nicht so fest zuziehen hilft! By the way, eine gut gebundene Krawatte endet am Hosenbund, nicht drüber und auch nicht drunter. Wenn sie das tut, dann hat sie was von einem (sorry) „Schniedelzeiger“ und der Träger erntet leicht ein mildes Lächeln.
Ein Wort zu den Schuhen. Der beste Eindruck geht verloren, wenn die Schuhe ungeputzt sind oder Sie mit schiefen Absätzen anmarschieren. Und was gilt für die weiblichen Leser? Je höher der Absatz, umso geübter sollte man im Gehen damit sein. Stellen Sie sich nur mal vor, man bietet Ihnen einen Rundgang durchs Firmengelände an....!
Ach ja, noch was! Wenn Sie Parfum benutzen und wenn Sie es selber riechen können, dann haben Sie auf alle Fälle zu viel davon erwischt. Auch hier ist weniger mehr.
Wenn Sie jetzt aufstöhnen und meinen „O Gott, die redet ja wie meine Mutter!“, dann ist das irgendwie richtig – zu der Altersklasse gehöre ich. Aber ich schwör’s Ihnen, was ich geschrieben habe stimmt trotzdem! Und wirklich erwachsen ist man dann (habe ich mal irgendwo gelesen), wenn man den eigenen Eltern Recht geben kann.
Auf alle Fälle wünsche ich viel Erfolg!
Ihre Sabine Kanzler
Mehr Infos über Frau Kanzler und das Thema Coaching findest du hier
Hinweis von allmaxx: die Frage der richtigen Kleidung wird natürlich auch beim kostenlosen Assessment-Center-Training intensiv besprochen. Hier kann man am lebendigen Beispiel Unterschiede sehen und Unsicherheiten klären. Zum kostenlosen AC-Training kannst du dich hier anmelden.
Im Rahmen der Workshopreihe Ready for Business wird das Thema Bewerbung und Bewerbungsgespräch sogar in einem eigenen Workshop behandelt. Zu Ready for Business kannst du dich hier anmelden (wird an mehreren Standorten in Deutschland angeboten).
Frauen haben es ja nicht so oft leichter im Berufsleben wie ihre männlichen Kollegen, aber bei der Bekleidungsfrage für Vorstellungsgespräch ist das einfach so. Rock oder Hose, dazu eine Bluse oder ein edles, dezent (!) ausgeschnittenes Top, Blazer drüber...das geht eigentlich immer. Man ist weder under- noch overdressed damit (beides gleichermaßen unpassend) und ist damit nie richtig verkehrt. Schick dürfen Sie sein, auch weiblich. Bloß kein Weibchen! Sie wollen doch wegen Ihrer Kompetenz eingestellt werden, oder? Im Zweifelsfall also eher klassisch schlicht... Damit hätten wir die Frage für Bewerberinnen eigentlich fast schon erschöpfend beantwortet.
Anders beim Mann – und deswegen lege ich den Schwerpunkt auf die männlichen Bekleidungssorgen. Jungs, die mit Vätern aufwachsen, bei denen „Anzug im Job“ zum erlebten Alltag gehört, haben es leichter. Die entwickeln nämlich durch tägliche Anschauung ein Gespür dafür, was wo sein muss, was angemessen ist und was gar nicht geht.
Grundsätzlich gilt, dass der Kandidat zum Job passen soll. Ob jemand passt, ob jemand verstanden hat, wie Branche und Unternehmen ticken, das erkennt man auch daran, wie er (oder sie) angezogen ist. Dass Sie inhaltlich passen könnten, das hat man Ihnen ja schon durch die Einladung zum Gespräch signalisiert.
Je konservativer die Branche, je anspruchsvoller die Stellenausschreibung, je höher das erwartete Gehalt, umso formvollendeter sollte Ihr Auftritt in Sachen Bekleidung sein: meistens also ein dunkler Anzug (wenn Sie sich nicht gerade auf einen Werkstudentenjob in der Produktion bewerben), ggf. auch eine Kombination. Ein helles Hemd, am besten uni, dann gibt es keine Musterkonfusion mit der Krawatte. Ein bisschen konservativer ist sicherer als edles italienisches Leinen. Das sieht in den meisten Fällen nicht lässig, sondern bloß verknittert aus. Wenn dann noch Figur und Körperhaltung nicht stimmen...
Zur klassischen Männerbekleidung halten sich hartnäckige Gerüchte. Eines davon: Wer Krawatte trägt, der schneidet sich, quasi durch Dauerstrangulation, die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn ab. Nun, wenn die Kragengröße des Hemdes richtig gewählt ist und Sie Krawatten binden können...wo ist dann das Problem? Den Knoten einfach nicht so fest zuziehen hilft! By the way, eine gut gebundene Krawatte endet am Hosenbund, nicht drüber und auch nicht drunter. Wenn sie das tut, dann hat sie was von einem (sorry) „Schniedelzeiger“ und der Träger erntet leicht ein mildes Lächeln.
Ein Wort zu den Schuhen. Der beste Eindruck geht verloren, wenn die Schuhe ungeputzt sind oder Sie mit schiefen Absätzen anmarschieren. Und was gilt für die weiblichen Leser? Je höher der Absatz, umso geübter sollte man im Gehen damit sein. Stellen Sie sich nur mal vor, man bietet Ihnen einen Rundgang durchs Firmengelände an....!
Ach ja, noch was! Wenn Sie Parfum benutzen und wenn Sie es selber riechen können, dann haben Sie auf alle Fälle zu viel davon erwischt. Auch hier ist weniger mehr.
Wenn Sie jetzt aufstöhnen und meinen „O Gott, die redet ja wie meine Mutter!“, dann ist das irgendwie richtig – zu der Altersklasse gehöre ich. Aber ich schwör’s Ihnen, was ich geschrieben habe stimmt trotzdem! Und wirklich erwachsen ist man dann (habe ich mal irgendwo gelesen), wenn man den eigenen Eltern Recht geben kann.
Auf alle Fälle wünsche ich viel Erfolg!
Ihre Sabine Kanzler
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Hinweis von allmaxx: die Frage der richtigen Kleidung wird natürlich auch beim kostenlosen Assessment-Center-Training intensiv besprochen. Hier kann man am lebendigen Beispiel Unterschiede sehen und Unsicherheiten klären. Zum kostenlosen AC-Training kannst du dich hier anmelden.
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